Segelschnitte / Segeldesign

Moderator: Uwe

Re: Segelschnitte / Segeldesign

Beitrag: #21Beitragvon Henning D. » 21.08.2012, 12:41


hier mal mein WM Equipement:

Kopie von 2012-08-12 23.22.33.jpg

Die drei riggs nebeneinander sind a, b, c. auf der anderen seite habe ich ein ersatz a mit pendelfock und das a- mit kurzem mast und voller fläche.

Kopie von 2012-08-12 22.00.02.jpg

hier sieht man die verschiedenen kiele. die erste zahl ist immer das gewicht und die zweite immer der tiefgang bis UK Bombe. ganz rechts ist der leichteste für null wind. ging in unterschneidheim super... dann habe ich denselben quasi mit tieferer flosse. war ein versuch. nächste stufe wäre 50g mehr und 9 cm tiefer. dann kommen schon 2 varianten mit jeweils um 750g und variablem tiefgang. erst wenn die nicht mehr reichen würde ich nach deutschen regeln das segel wechseln.

wegen dieser total bescheuerten internationalen regelung, dass man keine kiele während dem tag wechseln darf, habe ich so viele riggs bauen müssen. normalerweise würden mir die zwei a und das eine a- für fast alle bedingungen reichen.
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Re: Segelschnitte / Segeldesign

Beitrag: #22Beitragvon CB750 » 21.08.2012, 13:21


Was hälst du von meinem Segelschnitt?
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Segel A- Seabug.jpg
MfG
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Re: Segelschnitte / Segeldesign

Beitrag: #23Beitragvon haegar » 21.08.2012, 14:33


Hi,
was soll das stark ansteigende Unterliek des Großsegels bringen? Es schiebt nur den Seegldruckpunkt wieder hoch und bringt aerodynamisch keine Vorteile ...

Ein niedrigeres A-Großsegel mit längeren Unterliek hat bei mehr Wind Vorteile, ohne Frage. Manchmal frage ich mich sogar schon, ob nicht die gedrungneren Segelschnitte bei uns eh besser sind (was übrigens im klaren Widerspruch zu allen Erkenntnissen aus dem Großbootsegeln steht!). Fahre selber bei meiner konventionell geriggt No.3 auch bei wenig Wind eigentlich lieber das A1 mit kürzerem Vorliek als das hohe A0. Mich hat das Hohe Rigg nie richtig überzeugt.

Ein Fathead ist in der Regel nicht nachteilig, weil unter erhöhtem Druck das Segel oben stärker auftwisten kann und damit quasi "Druck rauslässt". Habe bisher weder beim Großboot noch bei den Kleinen Nachteile eines Fat Heads feststellen können. Richtig getrímmt bringt ein Fat Head mehr Vortrieb und weniger WIderstand als ein normales (dreieckiges) Segel, da der nur Wirbel und wenig Vortrieb produzierende obere Teil des Segels einfach fehlt. Die Holländer segeln damit übrigens schon seit Jahrhunderten wie die Teufel - da heisst das dann Kurzgaffel ...
Vielleicht solltest Du bei Wind auch einfach mal mehr Twist probieren.

Ansonsten - die Seabug ist in meinen Augen kein überzeugendes Starkwindboot. Ev. suchst Du den vermeintlichen Fehler an der falschen Stelle. Der Riss stammt vom Bodensee, wo allgemein eher leichtere Winde vorherrschen.
Gruß aus Teltow
Achim
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Wer die Zeit anhalten will, sollte es mal mit Sekundenkleber probieren ...

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Re: Segelschnitte / Segeldesign

Beitrag: #24Beitragvon CB750 » 21.08.2012, 19:58


Hallo,
das Unterliek des Groß ist etwas sehr stark ansteigend, das stimmt. Ich wollte damit mehr Schwenkbereich bei Krängung erreichen, aber 20 bis 25 Grad hätten sicher auch gereicht. Der Grossbaum ist mit über 30 cm ja beachtlich gross geworden. Wird der Kurzschluss über das Unterliek so minimiert, da es ja nun eher wie das Achterliek angestellt ist. Nur negativ?
Die Seabug hat übrigens eine sehr geringe benetzte Fläche durch die Knickspantbauweise.

Bisher habe ich auch nach intensiver Suche noch keinen anderen Vorschlag fürs Segel der Seabug als das Fattop von Rainer gefunden. Also wenn es welche gibt, bitte mal Info. Ich kann mir Vorstellen, dass hier nicht das Fathead das Problem ist, sondern eher der zu schmale und hohe Schnitt. Dadurch kommt der Druckpunkt viel zu weit nach oben. Die Windstärke steigt mit Höhe auch an, aber wieviel das bei 25cm ausmacht kann ich nicht ausrechnen. Als Ausgleich müsste nun eigentlich ein sehr langer Kiel mit entsprechend großer benetzten Fläche ran, der aber wiederum Nachteile bringt.
Sehe ich das richtig?
MfG
Udo

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