Ein Rigg für alle Fälle

Moderator: Uwe

Ein Rigg für alle Fälle

Beitrag: #1Beitragvon Reto » 04.01.2014, 19:56


Einmal RG-65, immer wieder RG-65! Das ist der Fluch beim Bau dieser tollen Modellsegelboote. Hat man seine erste Schale fertig, kommt der Wunsch nach einem neuen Schiff. Spätestens beim dritten Rumpf fragt man sich, warum diese Rümpfe unterschiedlich hoch gebaut sein müssen und damit die Rigg nicht mehr zum Schiff passen. Man denkt wehmütig an das „alte“ Rigg zurück welches einen so perfekten Segelstand hatte und nun nicht mehr benutzt werden kann. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, bereits zu Beginn einer RG-65 Karriere einige Gedanken in eine effiziente Lösung zu investieren. Ich habe für mich die folgende Lösung gefunden:
Ausgangslage:
- Es stehen mehrere verschiedene RG-65 Rümpfe im Keller;
- Ein Rigg will ich auf allen Rümpfen fahren können.

Bis zum dritten Rumpf habe ich immer wieder ein neues Rigg gebaut.
Nun habe ich einen Maststummel aus 6mm Vollcarbon für jeden Rumpf gemacht. Diese Stummel sind kugelgelagert und können im Boot verbleiben.

Über diesen Stummel wird das Rigg aus einem 7mm Carbonrohr einfach darüber gesteckt. Den Stummel hatte ich noch ein wenig verjüngt indem ich ihn in der Bohrmaschine eingespannt hatte und mit dem Schleiftuch behandelte.

Bis jetzt hat sich diese Methode voll bewährt. Ich kann jetzt das A, B und das C Rigg auf jedem Rumpf benutzen und spare damit beim Bau Zeit und Kosten.

Viel Spass, Reto
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Re: Ein Rigg für alle Fälle

Beitrag: #2Beitragvon Michi » 04.01.2014, 22:45


Hallo Reto
Das ist für Swingrigg und Standardrigg eine Gute Idee.
Ich spiele schon lange mit dem Gedanken ei Swingrigg auf die Jif zu setzen. Viele bevorzugen ja Gleitlager, mit einem Rohr um den Mast.
Gibt es schon einen Termin für den Workshop?
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Re: Ein Rigg für alle Fälle

Beitrag: #3Beitragvon Michi » 04.01.2014, 22:48


Hallo Reto
Wie verhinderst du das dir das Swingrigg abhebt?
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Re: Ein Rigg für alle Fälle

Beitrag: #4Beitragvon Reto » 04.01.2014, 23:59


Hallo Michi,
Der Mast sitzt satt auf dem Stummel, der Mast dreht ja über die Kugellager. Wenn du das Schiff am Mästen aus dem Wasser heben möchtest, musst einfach die Schot ganz dicht nehmen, dann bleibt alles zusammen.

Gruss, Reto

PS: der Termin Workshop kommt nächste Woche, muss noch Geschäftstermine abgleichen.
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Re: Ein Rigg für alle Fälle

Beitrag: #5Beitragvon Michi » 05.01.2014, 01:35


Ah! Wo steht der Mast eigentlich bei einem SWingrigg? Habe nur mal aufeschnapt das der ca. 2 cm weiter vorne stehen sollte. Kann man das so pauschal sagen und wie ermittle ich das? Hast du eine Adresse für deine Lager?
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Re: Ein Rigg für alle Fälle

Beitrag: #6Beitragvon Number 5 » 05.01.2014, 09:36


Hansesail_2011_025 (FM).JPG


Keine gute Idee, das ganze nur an der Schot festzumachen. Und das nicht nur beim Einsetzen und Rausnehmen.

Hier mal ein Beispiel, was passieren kann, wenn das ganze Rigg nur an der Schot hängt. Na, wenigstens war's ein guter Treibanker.
Gruß aus Eilenburg

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Re: Ein Rigg für alle Fälle

Beitrag: #7Beitragvon marius » 05.01.2014, 11:12


Hallo zusammen

Ich fahre seit 5 Jahren alle Riggs A,B und C ohne Sicherung.
Ich hatte noch nie Probleme. Der einzige Nachteil ist aber
dass das Boot nicht am Rigg ausgewassert werden kann.
Ich würde dass jedenfalls nicht empfehlen.
Viele Grüsse aus Steckborn und alles Gute im 2014
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Re: Ein Rigg für alle Fälle

Beitrag: #8Beitragvon VeitHAM » 05.01.2014, 12:30


Michi hat geschrieben:Ah! Wo steht der Mast eigentlich bei einem SWingrigg? Habe nur mal aufeschnapt das der ca. 2 cm weiter vorne stehen sollte. Kann man das so pauschal sagen und wie ermittle ich das?



moin michi,

das konv. Rig hat eine Aufteilung der Segelfläche so bei etwa 37% Fock zu 63% Groß.
Beim Swing muß die Fock kleiner sein, bzw. der Mast als Drehpunkt der gesamten Segelfläche
weiter vorn stehen, damit das Segel selbstwendend bleibt, bzw. der Segeldruckpunkt immer
hinter dem Mast liegt.
Die Teilung für das Swing sei dann mal 27% zu 73%.
Jetzt eine Überschlagsrechnung:
10% der Segelfläche (2250 * 0,1 = 225cm²) werden vom Groß in die Fock verschoben, bzw. am Vorliek
des Groß abgeschnitten. Wenn das Vorliek des des Groß 100cm hoch ist, ergibt sich:
225cm²/100cm = 2,25cm, also muß bei sonst gleicher Konfiguration der Mast für's Swing 22,5mm
weiter vor.
Oder kurz gesagt, form always follows funktion.
Hinweis: die Zahlenwerte sind nicht verbindlich, sondern nur exemplarisch.

weiter gutes Gelingen, Veit
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Re: Ein Rigg für alle Fälle

Beitrag: #9Beitragvon Michi » 05.01.2014, 12:59


HalloVeitHAM Danke für die super Antwort :tup: :tup: So kommt man weiter! :D
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Re: Ein Rigg für alle Fälle

Beitrag: #10Beitragvon Reto » 05.01.2014, 19:25


Hallo Michi,
Das Swingrigg muss zwischen 25 und 40mm vor der Kielvorderkante platziert werden. Hängt ein wenig vom Schiff und den Segeln ab.
Betreffend den Kugellagern: Conrad Versand, ich suche noch die Artikelnummern.

Gruss Reto
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